Auf der Flucht

die Frage ist: wovor?

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come on, go go go

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Zitat aus dem Comic "Das Erwachen" von Neil Gaiman , letzte Band der "Sandmann" Reihe.

Sandmann 74

Als ich noch ein Kind war,

lebte ich in den Maulbeerwäldern.

Im Sommer färbten die Maulbeerbäume das grüne Gras

mit scharlachrotem Mark.


Vögel in tausend Farben tanzten unter dem Himmel, als ich ein Knabe

war. Sie erhellten den Tag mit vielfältigen Liedern.

"Wir sind, wer wir sein wollen", sang der Distelfink, wenn die Sonne

am höchsten stand.

"Ich träume von Träumen über Träume", sang die Nachtigall

unter dem bleichen Mond.

 

Die Mädchen in meinem Dorf hatten Lippen wie Pflaumen

und waren weitaus hübscher als andere

Mädchen in anderen Dörfern,

als ich noch jung war.

 

Nun bin ich? älter geworden und

repektiere den Willen der

Götter.

Vor langer Zeit bestand ich die

Prüfungen und wurde der

Präfekt einer ganzen Provinz.

 

Ich habe Armeen befehligt,

ich habe zwei Kaiser beraten.

Meine Weisheit stand

ihnen zu Verfügung, und alles

was ich wusste, unterstand

ihrem Befehl.

 

 

Ich habe Zehntausende an Bar-

geld besessen, eine Frau, einen

Sohn und viele Konkubinen.

Nur der Phönix steigt auf

und fällt nicht; so kommt

es, dass ich nun, auf meine

alten Tage, von Hof und

Familie und allem, was ich

kenne, fortgeschickt

werde ins Exil.

 

Auf meiner Reise

habe ich viele selt-

same Dinge gesehen.

 

In den Nan Shan Bergen

wurden wir von Wölfen

angefallen, die von einer

kümmerlichen Kreatur

befehligt wurden, welche

sie König nannten.

 

Als wir sie töteten,

verließ die anderen

der Mut.

Ich habe geträumt

von den Pflichten

der Kaiser.

Es ist viele Weg-

stunden her, dass ich

zum letzten Mal die

Nachtigall hörte.

 

Aber ich habe von Träumen über Träume

geträumt.

 

tough love


Alter Freund, ich schreibe Dir diesen Brief nur im Geiste.

Doch es ist ein wunderbarer Brief in perfekten Pinselstrichen.

Alte Hände zittern und verkrampfen sich nicht wenn

der Brief in die Luft geschrieben wird.

 

Als mein Sohn geboren wurde,

ordnete der Kaiser ein Feuerwerk an

Es strahlte am Nachthimmel!

wie Sonnenblumen aus Licht.

Nun ist mein Sohn tot und ich bin im Exil.

 

Die Wüste ist grau. Grauer Sand unter grauen Himmel, und ich sage zu

meinem Führer: "Diese Wüste ist grau", und er ist meiner Meinung.

Er kommt aus einem der Dörfer hier.

Ich frage nach dem Namen der Wüste, doch der Führer antwortet nicht.

Der Name ist ein schlechtes Omen, und schlechte Omen bestimmen nun mein Leben.

 

Mein Sohn schloss sich den Leuten des Weißen Lotus an.

"Du hast Glück, dass ich Dir Deinen Kopf gelassen habe",

sagte mir der Kaiser.

 

Und nun bin ich hier, habe Sand im Bart, in Augen und Ohren,

die Gedanken verisckern in Grau und im Sand;

Träume spülen wie die Gischt der See über alles hinweg.

 

In dem Dorf, in dem ich den Führer anheuerte, traf ich

auf eine kleine Katze, weiß wie ein Blüte.

Sie führte mich in die Felsen beim Dorf

und zeigte mir Ihre Jungen.

 

"Wenn wir Kätzchen finden töten wir sie",

sagte der Wirt.

 

"Die Nahrung im Dorf reicht kaum für uns Menschen."

 

In jener Nacht schlich ich noch einmal

hinaus in die Felsen, obwohl es kalt war,

und ich steckte mir das kleinste

Kätzchen in den Ärmel.

 

Wir haben kaum genug Wasser

für uns selbst auf dieser Reise

durch die Wüste.

 

Nur ein Narr würde ein

Kätzchen mitnehmen.

 

Dreimal hat es mich

heute mit seinen

Krallen verletzt.

Die winzigen Augen sind

von einem trüben blau.

 

Wenn wir halten, um uns zu erleichtern,

leistet das Kätzchen uns Gesellchaft.

Ich hoffe es wird bis zur Ankunft in der Stadt

Wei jenseits der Wüste überleben.

In Wei werde ich die mir verlbeibenden

Jahre verbringen.

Sacht, ganz sacht rutscht die Wüste,

wie das Meer gegean das Geröll

am Strand plätschert.

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